Der Porsche-Diesel P 111 K zählt zu den Oldtimer Traktoren, verfügt über einen Hubraum von 822 cm³ und zeigt eine Leistung von 8,8 kW bei 12 PS. Gebaut wurde das Modell von 1956 bis 1957, wobei ca. 6800 Stück ausgeliefert wurden.

Porsche-Diesel P 111 K gebraucht kaufen (Preise)

Der P 111 K ist ein beliebter Schlepper unter Sammlern und Fans von Porsche-Diesel. Nicht nur die vielen Besucher, Beobachter & Bieter bei den einschlägigen Marktplätzen belegen das steigende Interesse der Fans einen der begehrten Porsche-Diesel P 111 K zu kaufen. Im folgenden finden Sie einen Querschnitt der Porsche-Diesel P 111 K Preise auf Basis des Schlepper-Zustands (A, B, C, D).

  • Porsche-Diesel P 111 K (Zustand)
  • A
  • B
  • C
  • D
  • Porsche-Diesel P 111 K (Preise in €, 2014-2015)
  • 6.200 Euro
  • 4.500 Euro
  • 2.800 Euro
  • 900 Euro

Porsche-Diesel P 111 K: Geschichte und Maße

Im Jahr 1956 ging die Traktorenproduktion von Allgaier auf Porsche-Diesel über. In dieser Zeit erhielt der Porsche-Diesel P 111 K ein neues Design und das typische Porsche-Rot, was die historische Landtechnik hervorhebt. Der Porsche-Diesel P 111 K wurde in der rahmenlosen Blockbauweise ausgeliefert. Der historische Traktor hat eine Länge von 2750 mm bei einer Breite von 1220-1810 mm und einer Höhe von 1560 mm. Der Radstand liegt bei 1700 mm und die Spurweite bei 1600 mm. Der Porsche-Diesel P 111 K zählt zu den klassischen Oldtimer Traktoren, hat ein Eigengewicht von 1200 Kg, weist einen Wenderadius von 2900 mm auf und zeigt bei einem Zylinder eine Leistung von 808 kW bei 12 PS. Die Höchstgeschwindigkeit des Porsche Traktor P 111 K liegt bei 16,5 km/h. Die Bodenfreiheit beläuft sich auf ca. 365 mm bei einem Radstand von 17 mm. Der Porsche Traktor P 111 K zählt zu den beliebtesten Oldtimer Traktoren.

Porsche Traktor P 111 K: Motor, Kupplung und Getriebe

Der Porsche-Diesel P 111 K verfügt über einen luftgekühlten 4-Takt-Diesel-Wirbelkammermotor, der mit einem handverstellbaren Fliehkraftregler ausgestattet ist. Die Druckluftumschmierung erfolgt durch die Kolbenpumpe. Der Motor des Porsche Traktor P 111 K ist mit einer zweifach gelagerten Kurbelwelle, einem Ölbadluftfilter, einer Gebläsekühlung sowie einem Fernthermometer und dem Bosch-Einspritzsystem ausgestattet. Die Bohrung beträgt 95 mm bei einem Hub von 116 mm. Die Verdichtung liegt bei 19:1 und der maximale Drehmoment bei 3,85 mkp (Drehzahl des Kühlgebläses beträgt 5425 U/min). Der Porsche Traktor P 111 K hat jeweils vier Vorwärts- und Rückwärtsgänge. Die maximale Geschwindigkeit im Vorwärtsgang liegt bei 16,5 km/h und im Rückwärtsgang bei 8,2 km/h. Der Traktor wird per Hinterrad angetrieben und es wurde eine Einscheiben-Trockenkupplung von Fichtel und Sachs verbaut.

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Porsche-Diesel P 111 K: Bremsen, Achsen und Hydrauliksystem

Der Porsche-Diesel P 111 K weist eine mechanische Innenbackenbremse auf, die als Betriebs-, Feststell -und Lenkbremse einsetzbar ist. Die Teleskop-Pendel-Vorderachse des Porsche-Diesel P 111 ist mit einer verstellbaren Spurweite versehen, wobei die starre Hinterachse als Portalachse dient. Das Hinterraduntersetzungsgetriebe hat eine gradverzahnte Stirnradübersetzung bei einer Astlast von 320 kg vorne und 525 kg hinten. Der Porsche-Diesel P 111 K hat einen hydraulisch optionalen Kraftheber, der zum Heben und Drücken sowie in der Schwimmstellung wirkt. Der Parallelogrammgeräteaufzug und das Dreipunktgestänge zählt zur wunschgemäßen Ausstattung. Die Historische Landtechnik betont die maximale Hubkraft von 500 kg.

Zusatzinformationen zum Porsche-Diesel P 111K

Den A 111, eine Gemeinschaftskonstruktion von Porsche und Allgaier, stellte man im Sommer 1952 vor. Er wurde bei Porsche unter der Konstruktionsnummer 535 geführt. Als Vorbild für diesen Schlepper diente der amerikanische Farmall Cub, der sich durch “ Wespentaillenform” und umfangreiches Zubehör an Geräten auszeichnete. Der A 111 war ebenfalls mit “ Wespentaillen “ ausgeführt.

Seine Kombination aus Zugmaschine und Geräteträger und sehr umfangreichem Zubehör, war ideal für die Motorisierung der kleinbäuerlichen Betriebe. Überzeugend war nicht nur die vielseitige Verwendungsmöglichkeit, sondern auch der niedrige Preis, so dass der A 111 nicht nur viele Nachahmer, sondern auch, bis Ende 1955, rund 7.500 Kunden fand. Durch die in der Praxis gesammelten Erfahrungen erfuhr der Schlepper in den nachfolgenden Jahren diverse technische Verbesserungen. Dieses betraf besonders Lenkung und Vorderachse, den Mähantrieb und die Kühlung des 1-Zylinder- Motors. Mit einer verkürzten Version, dem A 111 V, erschien Allgaier 1954 auf dem Markt. Dieser Schlepper besaß ein um 15 cm kürzeren Zwischengehäuse.

Eine neue, nach hinten klappbare Motorverkleidung bekamen der A 111 {Typenbezeichnung jetzt A 111 L) und der A 111 V ab Sommer 1955 und passten sich damit optisch besser an die Allgaier-Porsche-Baureihe an. Bei Porsche-Diesel wurde der Schlepper 1956 zunächst als A 111 weiter angeboten und dann vom P 111, bzw. Junior P08, abgelöst. Bis zur Einstellung der Produktion der Typen A 111 und P 111 wurden etwa 15.764 Motoren gefertigt.